Die Schüler der HTS können sich ihr Fachwissen im kommenden Jahr mit dem neuen Lernzirkelwagen des NH/HH Recyclingvereins noch praxisnäher erarbeiten.

(v.l.: Birgit Zwicknagel, Michael Fliegel, Alexander Klaas, Rudolf Maurer, Dr. Markus Büchele, Markus Richter)

Am 19.08. hat die Hochtaunusschule einen Lernzirkelwagen für Überstromschutzorgane des NH/HH-Recyclingvereins überreicht bekommen. Der Verein betreibt die bundesweite Sammlung und das umweltgerechte Recycling von Schmelzsicherungen.

Die Referentin Birgit Zwicknagel erläuterte, dass durch den Recyclingprozess der Sicherungen nahezu 100% der Kupfer- und Silberanteile aus den alten Sicherungselementen verwertet  und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden können. Auch die abfallende Schlacke wird vollständig verwertet, wodurch natürliche Rohstoffe, Energie und unsere Umwelt geschont werden.

Diesen Kreislaufgedanken führt der allgemeinnützige Verein fort, indem er seine Erlöse in Form von Spenden für Lehre und Bildung einsetzt.

Auszubildende aus den Bereichen Elektrotechnik und Mechatronik, Ausbilder, Lehrer und die Schulleitung fanden sich ein, um die Spende in Form eines Lernzirkelwagens in Empfang zu nehmen.

„Umweltschutz ist fester Bestandteil der Lehrpläne und Ziel der Hochtaunusschule“ erklärte der Schulleiter Herr Büchele in der Begrüßung der Veranstaltung „gezieltes Sammeln und Recyceln von Wertstoffen ist davon ein wesentlicher Baustein“.

Auf die Frage: „Was wird eigentlich in euren Betrieben mit alten Sicherungen gemacht?“ folgte lange Stille und zögernd die Antwort „Naja, die landen im Müll.“ Letztendlich meldete sich lediglich ein Auszubildender, der das Recyclingkonzept kannte und dessen Betrieb bereits aktiv daran teilnimmt. Der Meister des teilnehmenden Betriebs Herr Maurer, Obermeister der Innung, lobte den Gedanken des Umweltschutzes und beschrieb, wie einfach ein Mitwirken sei.

Herr Büchele fand diesen Recyclinggedanken spannend und erklärte sich bereit, die Ziele des NH/HH Vereins zu unterstützen, indem die Hochtaunusschule in Zukunft eine Sammelstelle für zu entsorgende Schmelzsicherungen anbieten wird.

„Den Wertschöpfungskreis möglichst geschlossen zu halten, ohne wertvolle Ressourcen zu verlieren“ ist ebenfalls das Motto des regionalen Netzbetreibers Syna GmbH, der in diesem Zusammenhang als einer der größten Sammler innerhalb der Region geehrt wurde.

Die Syna GmbH betreibt ein Umweltmanagementsystem und unterstützt daher gerne bei nachhaltigen, zukunftsweisenden Projekten und Maßnahmen, die einen wichtigen Beitrag für eine bessere Umwelt leisten.

Michael Fliegel, Koordinator der Abfallwirtschaft aus dem Bereich Umwelt- und Gesundheitsschutz, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der erwirtschaftete Erlös aus dem Recyceln der Sicherungen der Syna GmbH direkt einer beruflichen Schule aus der Region zu Gute kommt.

Abschließend übergab Birgit Zwicknagel den Lernzirkelwagen und erläuterte dessen Inhalte. Der Wagen enthält neben vielen Materialen auch Arbeitsblätter, die für einen praxisnahen Unterricht der zukünftigen Elektroniker und Mechatroniker verwendet werden können.